Das Königreich Rumänien in der Zwischenkriegszeit
  • 1. Das Königreich Rumänien war in der Zwischenkriegszeit, vom Ende des Ersten Weltkriegs 1918 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939, durch ein komplexes Geflecht politischer, sozialer und wirtschaftlicher Veränderungen gekennzeichnet, die seine Entwicklung von einem neu geeinten Staat zu einem bedeutenden Akteur in Osteuropa markierten. Nach der Vereinigung Siebenbürgens mit dem rumänischen Königreich im Jahr 1918, die eine erhebliche territoriale Ausdehnung mit sich brachte, sah sich das Land mit der Herausforderung konfrontiert, die verschiedenen ethnischen Gruppen, darunter Ungarn, Sachsen und Roma, inmitten der wachsenden nationalistischen Gefühle zu integrieren. Die Zwischenkriegsjahre waren von politischer Instabilität geprägt, mit einer schwankenden parlamentarischen Demokratie und häufigen Regierungswechseln. Der Aufstieg verschiedener politischer Bewegungen, darunter die rechtsextreme Eiserne Garde und die Kommunistische Partei, spiegelte die zunehmenden Unruhen und sozioökonomischen Herausforderungen wider, wie etwa die Not in der Landwirtschaft und die Streiks der städtischen Arbeiter. Die fortschrittlichen Reformen von König Ferdinand I. zielten darauf ab, den Agrarsektor zu modernisieren und die nationale Einheit zu fördern, doch die Kämpfe mit der Wirtschaftskrise und der Einfluss ausländischer Mächte wie Frankreich und dem benachbarten Ungarn führten zu einer turbulenten politischen Landschaft. In den 1930er Jahren entwickelte sich Rumänien unter König Carol II. zu einem autoritären Staat, der eine königliche Diktatur errichtete, um das Land inmitten der zunehmenden geopolitischen Spannungen in Europa zu stabilisieren, was schließlich zum Eintritt Rumäniens in den Zweiten Weltkrieg führte. Die Zwischenkriegszeit ist nach wie vor ein entscheidendes Kapitel in der rumänischen Geschichte, das die Kämpfe einer Nation verkörpert, die mit ihrer Identität, ihrer Staatsführung und ihrer Rolle in einem sich rasch verändernden europäischen Kontext ringt.

    Wie hieß die Zeit der autoritären Herrschaft, die von König Carol II. eingeführt wurde?
A) Volksrepublik
B) Faschistisches Regime
C) Kommunistische Herrschaft
D) Königliche Diktatur
  • 2. Welches wichtige Ereignis in Europa im Jahr 1929 hatte erhebliche Auswirkungen auf Rumänien?
A) Weltwirtschaftskrise
B) Russische Revolution
C) Erster Weltkrieg
D) Italienische Invasion
  • 3. Die Eiserne Garde wurde mit welcher Ideologie in Verbindung gebracht?
A) Sozialismus
B) Liberalismus
C) Faschismus
D) Kommunismus
  • 4. Wer trat die Nachfolge von König Ferdinand I. nach dessen Tod im Jahr 1927 an?
A) König Carol II.
B) König Karl II.
C) König Michael I.
D) König Karl I.
  • 5. Welches Jahr markiert den Beginn der königlichen Diktatur in Rumänien?
A) 1940
B) 1945
C) 1935
D) 1938
  • 6. Welche Stadt wurde 1862 die Hauptstadt Rumäniens?
A) Cluj-Napoca
B) Timisoara
C) Iasi
D) Bukarest
  • 7. Wofür war die Verfassung von 1923 bekannt?
A) Festschreibung der Bürgerrechte
B) Abschaffung aller Parteien
C) Einräumung der absoluten Monarchie
D) Durchsetzung einer strengen Zensur
  • 8. Welche natürliche Ressource war für die rumänische Wirtschaft besonders wichtig?
A) Öl
B) Uran
C) Kohle
D) Gold
  • 9. Welches Ereignis markierte das Ende der Zwischenkriegszeit in Rumänien?
A) Die Weltwirtschaftskrise
B) Die Abdankung von Carol II.
C) Zweiter Weltkrieg
D) Der Aufstieg des Kommunismus
  • 10. 1941 verbündete sich Rumänien mit Nazi-Deutschland, um welches Land anzugreifen?
A) Sowjetunion
B) Polen
C) Ungarn
D) Finnland
  • 11. Seit wann ist Rumänien offiziell ein Königreich?
A) 1881
B) 1900
C) 1866
D) 1918
  • 12. Wie war die Haltung Rumäniens zu Beginn des Zweiten Weltkriegs?
A) Pro-Achse
B) Beteiligt
C) Neutral
D) Pro-Alliierte
  • 13. Wer war der bedeutendste faschistische Führer in Rumänien in der Zwischenkriegszeit?
A) Nicolae Ceausescu
B) Gheorghe Gheorghiu-Dej
C) Corneliu Zelea Codreanu
D) Ion Antonescu
  • 14. Der Vertrag von Trianon (1920) betraf die Grenzen Rumäniens zu welchem Land?
A) Ukraine
B) Bulgarien
C) Ungarn
D) Serbien
  • 15. Wie war die nationalistische Stimmung in Rumänien in der Zwischenkriegszeit?
A) Globalisierung
B) Irredentismus
C) Internationalismus
D) Panslawismus
  • 16. Die rumänische Wirtschaft war in der Zwischenkriegszeit weitgehend von welchem Sektor abhängig?
A) Technologie
B) Dienstleistungen
C) Herstellung
D) Landwirtschaft
  • 17. Durch welchen bedeutenden Vertrag wurden die Grenzen Rumäniens nach dem Ersten Weltkrieg anerkannt?
A) Vertrag von Versailles
B) Vertrag von Bukarest
C) Vertrag von Saint-Germain
D) Vertrag von Trianon
  • 18. Welche Auswirkungen hatten die Bodenreformen im Rumänien der Zwischenkriegszeit?
A) Gründung neuer Städte
B) Konsolidierung des Grundbesitzes
C) Ausweitung der adeligen Besitztümer
D) Umverteilung von Land an Bauern
  • 19. Welche Organisation hatte das Ziel, die rumänischen Gebiete in der Zwischenkriegszeit zu vereinen?
A) Rumänien Stute
B) Klein-Rumänien
C) Rumänische Union
D) Großrumänien
  • 20. In welchem Jahr dankte König Karl II. ab?
A) 1940
B) 1939
C) 1945
D) 1938
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