- 1. After Virtue von Alasdair MacIntyre ist ein bahnbrechendes Werk der Moral- und Politikphilosophie, das 1981 erstmals veröffentlicht wurde. Es kritisiert den Zustand des modernen ethischen Denkens und plädiert für eine Rückkehr zur aristotelischen Ethik. MacIntyre argumentiert, dass der zeitgenössische moralische Diskurs zersplittert ist und es ihm an einem kohärenten Rahmen mangelt, was zu irrationalen Debatten über ethische Fragen führt, bei denen Meinungsverschiedenheiten unüberwindbar scheinen. Er untersucht die historische Entwicklung der ethischen Theorien und konzentriert sich dabei besonders auf den Einfluss der Aufklärung auf die Moralphilosophie, die seiner Meinung nach die Verbindung zwischen Moral und den Praktiken, die dem Leben einen Sinn geben, auflöste. MacIntyre betont die Bedeutung von Tugend und Gemeinschaft für die moralische Argumentation und behauptet, dass ethisches Verständnis in gemeinsamen Erzählungen und Traditionen verwurzelt sein muss. Er führt das Konzept der "Praktiken" als gesellschaftlich etablierte Formen kooperativer menschlicher Aktivitäten ein und stellt die Idee der "Tugend" als die Charaktereigenschaften vor, die notwendig sind, um sich in diesen Praktiken auszuzeichnen. Im Laufe des Buches zeigt MacIntyre auf, wie die moralischen Unsicherheiten der heutigen Welt durch die Wiederbelebung der Traditionen der Tugendethik, die Förderung des Gemeinschaftssinns und das Verständnis moralischer Konzepte im historischen Kontext ihrer Entwicklung überwunden werden könnten. Letztlich ist After Virtue sowohl eine Kritik an der Moderne als auch eine Aufforderung, unser moralisches Leben durch die Brille der historischen und philosophischen Forschung neu zu betrachten.
Worum geht es in Alasdair MacIntyre's "After Virtue"?
A) Überblick über die antike Philosophie B) Kritik an der modernen Moralphilosophie C) Unterstützung der kantischen Ethik D) Verteidigung des Utilitarismus
- 2. Was hat nach MacIntyre zu einer Krise der Ethik geführt?
A) Der Einfluss der Technologie B) Die Fragmentierung der moralischen Traditionen C) Der Niedergang der Religion D) Der Aufstieg des Kapitalismus
- 3. Was glaubt MacIntyre, hat die Tugendethik in der modernen Gesellschaft ersetzt?
A) Stoizismus B) Emotivismus C) Pragmatismus D) Rationalismus
- 4. In "After Virtue" erörtert MacIntyre die Bedeutung welcher historischen Figur?
A) Platon B) Kant C) Nietzsche D) Aristoteles
- 5. Was ist nach MacIntyre notwendig für eine moralische Gemeinschaft?
A) Universelle Gesetze B) Wirtschaftliche Zusammenarbeit C) Individuelle Autonomie D) Gemeinsame Praktiken und Traditionen
- 6. MacIntyre zufolge ist der moderne Liberalismus unzureichend, denn was fehlt ihm?
A) Technologischer Fortschritt B) Eine Vorstellung vom guten Leben C) Ein rechtlicher Rahmen D) Unterstützung von Unternehmen
- 7. Welche ethische Theorie kritisiert MacIntyre wegen ihrer Fokussierung auf Konsequenzen?
A) Der Utilitarismus. B) Deontologie. C) Theorie des Naturrechts. D) Tugendethik.
- 8. Welches Werk wird oft als Antwort auf "After Virtue" gesehen?
A) Das Wesen der Gerechtigkeit von John Rawls B) Quellen des Selbst von Charles Taylor C) Der Utilitarismus von John Stuart Mill D) Grundlegung zur Metaphysik der Sitten von Kant
- 9. Welche Bedeutung hat "der Philosoph als moralischer Akteur" in MacIntyres Argumentation?
A) Philosophen müssen die wissenschaftliche Objektivität wahren B) Philosophen sind immer subjektiv C) Philosophen müssen sich mit praktischen moralischen Traditionen auseinandersetzen D) Philosophen sollten von der Gesellschaft losgelöst bleiben
- 10. MacIntyre betont die Bedeutung welchen Konzepts in der Moralphilosophie?
A) Pflicht B) Tugend C) Glück D) Rechts
- 11. Welche historische Periode bezeichnet MacIntyre als Wendepunkt für die Tugendethik?
A) Die Aufklärung. B) Das Mittelalter. C) Die industrielle Revolution. D) Die Renaissance.
- 12. Was behauptet MacIntyre über moderne Identität?
A) Sie ist oft fragmentiert und inkohärent B) Sie sollte sich auf den Individualismus konzentrieren C) Sie wird in erster Linie durch den wirtschaftlichen Status definiert D) Sie ist fest etabliert und stabil
- 13. Welche Rolle spielt nach MacIntyre die Tradition in der Ethik?
A) Sie schränkt die moralische Kreativität ein B) Sie bietet einen Kontext für moralisches Wissen C) Sie ist in der modernen Ethik irrelevant. D) Sie fördert die Hierarchie
- 14. Welchen Begriff verwendet MacIntyre, um eine moralische Tradition zu beschreiben?
A) Eine Form des Gesellschaftsvertrags B) Eine abstrakte ethische Theorie C) Ein universelles Gesetz D) Eine Reihe von historisch erweiterten und gesellschaftlich verankerten Argumenten
- 15. Was glaubt MacIntyre über die Beziehung zwischen Tugend und Gütern?
A) Tugenden sind für Waren irrelevant. B) Waren sind nur äußere Belohnungen. C) Tugenden sind ein wesentlicher Bestandteil der Verwirklichung der inneren Güter. D) Tugend und Ware sind gegensätzlich.
- 16. Welches Werk eines Philosophen kritisiert MacIntyre, weil es die Tugend nicht einbezieht?
A) Kant. B) Aristoteles. C) Hume. D) Smith.
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